Kündigung | Jobwechsel
7 Dinge, die du dir vor der Kündigung genau überlegen solltest
Auf einen Blick
Eine Eigenkündigung ist dein gutes Recht. Sie hat aber Folgen, die du vorher kennen solltest: die Kündigungsfrist, eine mögliche Sperre beim Arbeitslosengeld und die Frage, ob der Wechsel wirklich mehr bringt. Wer die sieben Punkte vorab durchgeht, entscheidet ruhiger und vermeidet teure Überraschungen.
Du hast keine Lust mehr auf deinen aktuellen Job und willst kündigen? Das darfst du jederzeit. Bevor du das Kündigungsschreiben abgibst, lohnt sich aber ein kurzer Stopp. Die folgenden sieben Punkte helfen dir, den Schritt mit offenen Augen zu gehen und dir nicht selbst im Weg zu stehen.
1. Kannst du dir eine Kündigung leisten?
Geld vom RAV fliesst nicht sofort. Zuerst gilt eine allgemeine Wartezeit von fünf Tagen kontrollierter Arbeitslosigkeit. Dazu kommt ein wichtiger Punkt: Wer ohne neue Stelle selbst kündigt, gilt meist als selbstverschuldet arbeitslos.
Das führt zu sogenannten Einstelltagen, an denen kein Taggeld ausbezahlt wird. Bei einer Eigenkündigung ohne neue Stelle sind das in der Regel 31 bis 60 Tage. Rechne also damit, dass nach einer Eigenkündigung mehrere Wochen ohne Lohn und ohne Taggeld vergehen können. Frag dich ehrlich: Kannst du diese Zeit finanziell überbrücken?
2. Wie lange ist deine Kündigungsfrist?
Mit der Kündigung bist du nicht sofort frei. Während der Kündigungsfrist arbeitest du normal weiter. Steht im Vertrag nichts anderes, gilt das Gesetz: ein Monat im ersten Dienstjahr, zwei Monate vom zweiten bis neunten Jahr, drei Monate ab dem zehnten Jahr.
Viele Verträge sehen längere Fristen vor. Schau also zuerst in deinen Arbeitsvertrag, bevor du ein Enddatum planst.
3. Was bringt der Wechsel wirklich?
Wird mit dem neuen Job wirklich alles besser? Mehr Lohn, spannendere Aufgaben, ein besseres Team? Oder ist das eher Wunsch als Plan? Bleib hier realistisch.
Prüfe vor allem den Lohn nüchtern. Vergleiche, was in deiner Funktion und Region üblich ist, statt auf ein Bauchgefühl zu setzen. So weisst du, ob ein Wechsel finanziell überhaupt etwas bringt.
4. Wie begründest du die Kündigung im Bewerbungsgespräch?
Im Bewerbungsgespräch kommt fast sicher die Frage: Warum hast du gekündigt? Antworten wie „Ich hatte keine Lust mehr“ überzeugen niemanden.
Leg dir vorher eine ehrliche, sachliche Begründung zurecht. Etwa eine neue fachliche Herausforderung, mehr Verantwortung oder eine geplante Weiterbildung. Wichtig ist, dass du nach vorne argumentierst, nicht gegen den alten Job.
5. Was machst du in der Zeit danach?
Ein paar freie Wochen tun gut. Monate ohne Plan dagegen zehren schnell an Motivation und Struktur.
Überleg dir vorher, wie du eine längere Pause nutzt: eine Weiterbildung, ein Sprachaufenthalt, ein grösseres Projekt. Achtung bei längeren Reisen: Wer nicht vermittelbar ist, hat in dieser Zeit keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld.
6. Wie reagiert dein Umfeld?
Eine Kündigung überrascht oft auch Familie und Freund:innen. Sprich vorher mit Menschen, denen du vertraust. Sie ordnen die Entscheidung mit dir ein und stärken dir den Rücken.
Gleichzeitig ist dein Netzwerk wertvoll für die Jobsuche. Viele Stellen werden über persönliche Kontakte besetzt.
7. Wann startest du die Jobsuche?
Nach der Kündigung willst du vielleicht erst durchatmen. Plane trotzdem früh, wann die aktive Suche beginnt. Hilfreich ist ein klares Startdatum, das du dir selbst setzt.
KI gehört für viele zum Arbeitsalltag. Laut dem jobs.ch KI Report 2026 nutzen 42 Prozent der Befragten KI als hilfreiches Werkzeug im Arbeitsalltag. Auch bei der Jobsuche können dir solche Tools helfen, etwa beim Lebenslauf oder beim Bewerbungsschreiben. Die Entscheidung, ob du überhaupt kündigst, nehmen sie dir aber nicht ab.
KI-Box
Denk die Entscheidung mit einem KI-Tool durch
Kopiere diesen Text in ein KI-Tool deiner Wahl. Er hilft dir, die Kündigung nüchtern abzuwägen, statt aus dem Bauch zu entscheiden.
Ich überlege, meine aktuelle Stelle zu kündigen, habe aber noch keinen neuen Job. Stell mir nacheinander kritische Fragen zu meiner finanziellen Lage, meiner Kündigungsfrist, meinen Gründen für den Wechsel und meinen Plänen für die Zeit danach. Fasse am Ende zusammen, welche Punkte ich vor einer Kündigung noch klären sollte. Gib mir keine pauschale Empfehlung, sondern hilf mir, selbst zu einer klaren Entscheidung zu kommen.
Kündige aus einer Position der Stärke
Eine Kündigung ist nicht an sich richtig oder falsch. Entscheidend ist, ob du sie vorbereitet triffst. Wer die finanzielle Seite kennt, die Frist beachtet und ein Ziel vor Augen hat, geht den Schritt ruhiger. Wer nur weg will, landet oft im nächsten Job mit denselben Fragen.
„Eine gute Kündigung beginnt nicht mit dem Schreiben, sondern mit einem klaren Plan.“
Vor dem nächsten Schritt
Kündige, wenn du weisst, wohin.
Nicht nur, wovon weg. Prüfe zuerst, was in deiner Funktion und Region üblich ist.
Weiterlesen im Job Coach
Alles, was ins Kündigungsschreiben gehört, plus eine kostenlose Vorlage zum Herunterladen.
Was jetzt noch ansteht, von der Übergabe bis zum Arbeitszeugnis.
Die wichtigsten Unterschiede, wenn du nicht sicher bist, wer den ersten Schritt machen sollte.
Häufige Fragen
Bekomme ich Arbeitslosengeld, wenn ich selbst kündige?
Ja, aber mit Einschränkungen. Wer ohne neue Stelle selbst kündigt, gilt meist als selbstverschuldet arbeitslos und erhält Einstelltage, an denen kein Taggeld fliesst, in der Regel 31 bis 60 Tage. Dazu kommt die allgemeine Wartezeit von fünf Tagen. Plane diese Lücke finanziell ein.
Wie lange ist die gesetzliche Kündigungsfrist in der Schweiz?
Ohne andere Vereinbarung gilt das Obligationenrecht: ein Monat im ersten Dienstjahr, zwei Monate vom zweiten bis neunten Jahr und drei Monate ab dem zehnten Jahr. Viele Arbeitsverträge legen längere Fristen fest. Prüfe deinen Vertrag, bevor du ein Enddatum nennst.
Sollte ich vor der Kündigung schon einen neuen Job haben?
Das ist die sicherste Variante. Mit einer Anschlusslösung entfallen Einstelltage und finanzielle Unsicherheit. Ohne neuen Job brauchst du ein finanzielles Polster und einen klaren Plan für die Suche. Beides solltest du vorher festlegen.
Wie begründe ich meine Kündigung im Bewerbungsgespräch?
Bleib sachlich und nach vorne gerichtet. Nenne einen nachvollziehbaren Grund wie eine neue Herausforderung, mehr Verantwortung oder eine Weiterbildung. Vermeide Kritik am bisherigen Arbeitgeber. So wirkst du überlegt statt unzufrieden.
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von unserer Redaktion geprüft. Bildmaterial wurde mithilfe generativer KI-Tools zu Illustrationszwecken erstellt.